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Ja, ich lebe noch

Nach längerer Pause schreibe ich nurn endlich wieder einen Eintrag, es gibt ein paar Dinge zu berichten.

Wie ich bereits abgekündig habe war ich übers Wochenende auf der Geburtstagsfeier der Mitbewohnerin meines Vaters.
Die Probleme begannen schon in der Nacht vorher, denn ich bin nicht zum Schlafen gekommen und mein Herr Vater hat sich nicht mit einer Zeit zum abholen angekündigt.

So traf er also mitten in einem Gespräch mit Kaddi ein und ich hatte noch nicht geduscht. Das musste jetzt im Eiltempo geschehen, aber egal was ich auch tue, ich schaffe es nicht unter einer Stunde mit dem Duschen fertig zu werden, zumal ich mich auch noch rasieren musste.

Meine arme Kaddi musste wohl etwas leiden, sie ist doch so scheu und jetzt war sie eine Stunde an andern Ende der Skypeleitung mit meinem Vater verbunden. Zum Glück haben sie nicht geredet, sonst hätte er sie nur verschreckt. Mein Vater ist ne Klasse für sich, auf den muss ich sie noch sehr behutsam vorbereiten.

Nachdem wir dann etwas spät losgefahren sind und deshalb den Kaffee bei Tanja(besagter Mitbewohnerin) hinausgezögert haben, gingen meine Probleme weiter. Ich kannte praktisch niemanden und war mitten in einer Dorfgemeinde die gerade einen Geburtstag feiert.
Lauter alte Menschen, die sich prächtig amüsieren. Naja, ich hab einfach gelächelt und mein bestes getan höflich und wohlerzogen zu wirken.

Die Gäste wechselten dann und Tanjas Freunde kamen dazu, die waren schon mehr in meinem Alter, bzw. immerhin auch Studenten. Es war sogar ein Chemiker(wenn auch auf Lehramt) dabei.
Sie waren schon amüsanter als die Rentner, aber es gab trotzdem ein paar Schwierigkeiten, denn wie ich bereits einmal in meinem Blog erwähnt habe, bekomme ich wenn ich bei meinem Vater und Tanja bin immer wieder Verschwörungstheorien mit. Wenn man sie von der lustigen Seite hernimmt geht es, aber zusätzlich zu diesen Stories sind die Herrschaften auch recht von sich und der Wahrheit ihrer Erzählungen überzeugt.

Ich hab den Ärger über bestimmte Einstellungen lieber runtergeschluckt, als ich selbst auszugrenzen. Trotzallem diskutieren sie aber alles wohl so gern wie ich, auch wenn mich ihr Pathos erschlägt.

Ich spüre wie in mir die Antipathie brodelt, aber niemand verlangt von mir das ich mit dem jetzigen Umkreis meines Vaters befreundet bin, bekannt sein reicht auch. Aber Tanja gibt sich redlich Mühe die Bindung zwischen meinem Vater und mir zu erhalten und zu fördern. Zum Beispiel bekam ich meine Wäsche am Montag betrocknet und zusammengelegt zurück, und ich bekam die Futterreste aus den Partyanschaffungen.
Das ist super und ich bin echt dankbar, es fällt mir bloß schwer diese Selbstbeweihräucherung der Leute zu ertragen.
Besonders, da Angeberei früher auch ein ganz fester Teil meines Auftretens war(hab ich mir sagen lassen). Inzwischen hab ich es reduziert und ich nehme auch an, das mein Umfeld es nicht mehr gar so extrem sieht.

Die Party hatte mich etwas geschlaucht, aber Sonntag nachmittag war ich ja wieder zuhause und konnte auch ganz normal mein tägliches Gespräch mit Kaddi führen. Es gab ja noch einige Dinge zu erzählen, sie war nämlich am Freitag auf einer Visual-K Party und kam erst Samstag morgen nach Hause. Eigentlich wollte ich dann von Tanja aus noch im ICQ mit ihr reden, aber sie war bevor ich wieder ans Netz kam ins Bett gegangen.

Der Montag verlief ganz ruhig, bis auf das ich einen Zettel für meine Vorlesung Quantenmechanik fertig machen musste und ihn mitten in der Nacht abschreiben wollte.
Ich war gerade dabei den Zettel zu "abstrahieren" und nebenbei mir Kaddi zu telefonieren, als plötzlich der Strom ausfiel und auch so schnell nicht wieder kam. Nichtmal in der Zeitung stand wieso das passiert ist.

Jedenfalls verzögerte das meine Arbeit und ich war bis 5 Uhr morgens wach, was dazu führte, das ich meinen Wecker verpennt habe und die Quantenmechanik-Vorlesung heute morgen zur Hälfte verpasst habe.

Dieser Tag war schlaftechnisch die Hölle, denn heute nachmittag hatte ich auch noch Praktikum, währenddessen ich fast eingeschlafen bin.

Der Tag endete wenigstens gut, denn ich habe das Gefühl, das ich meiner Kaddi immer näher komme. Ich will sie nicht missen, mein Herz ist voller Hoffnungen und Wünsche und ich glaube das es ihr genauso geht.
Hier übrigens auf vielfachen Wunsch ein Bild von ihr:

(Fotographiert von Paula)
26.4.06 00:23


Das Ende der Woche

Nun, der heutige Arbeitstag lässt sich schnell zusammenfassen. Ich hatte Funktionentheorie. Dieses Fach sagt mir immer mehr zu, auch wenn ich heute mehrfach den Faden in den Beweisen verloren habe. Trotzdem erscheint mir das erklärte sehr anschaulich und durchsichtig.
Hoffentlich ist das keine Selbsttäuschung.

Über das Wochenende muss ich unbedingt sehen, das ich meine Übungszettel mache, besonders der Quantenmechanikzettel bereitet mir Kopfzerbrechen. Naja, ich merke schon, das ich mich in theoretische Physik erst wieder einarbeiten muss. Mit Glück kann ich an die Zettelerfolge des letzten Semesters anknüpfen.

Mein privater Tag heute war natürlich besser als der Arbeitstag. Ich hab heute zwar nur recht kurz mit Kaddi telefoniert, aber dafür war es wieder etwas wichtiges.
Ich bin mit jetzt 100%ig sicher, das ich mit ihr zusammensein will. Meine Zweifel sind endlich weg.
Ich wünsche mir eine gemeinsame Zukunft und will sie mit ihr erschaffen., der nächste Schritt wird aber natürlich erstmal das nächste Treffen sein.
Ohgott, ich weiß jetzt schon, das es bestimmt wunderschön wird. Ich würde sie so gern wieder im Arm halten.

Leider kann ich morgen nur schwer mit ihr reden, weil ich auf ne Geburtstagsfeier muss. Die Mitbewohnerin von meinem Vater feiert und es wird wohl sehr alkoholisch.
Mit etwas Glück kann ich meine Wäsche mitnehmen und dort waschen, denn meine Maschine spinnt.
22.4.06 04:51


Alltage sind grau

(Jetzt habe ich schon zwei Anfänge für diesen Eintrag durch Klickfehler verloren, es ist zum auswachsen.. Also nochmal von vorne)

Mein Leben wird zusehends langweiler je weiter das Semester voranschreitet, das erkennt man vielleicht daran, das die Einträge kürzer werden.
Es ist eben schwer spannendes an einem Tag aufzuschreiben, wenn man an kaum etwas anderes als an das Studium denkt.

Die Kürze des Blogs dürfte Ronja freuen, denn schließlich muss sie so weniger lesen.
Ronja ist im Augenblick mein Sorgenkind. Ich kann und will mich ihren Problemen gegenüber nicht verschließen. Natürlich kann ich diese hier jetzt nicht ausplaudern, aber:
"Ronja, mach keine Fehler, es gibt Menschen, die sehr wohl an dich denken."

Aber zurück zum Studium. Heute hatte ich nur eine Vorlesung, nämlich "Atom und Molekülphysik". Eigentlich eine nette Vorlesung, wenn da nicht der Streit wäre, wie man sie denn nun abkürzen soll.
Zur Auswahl stehen:

-Struk oder Struk1 (So hieß die VL früher als es noch keine Bachelor gab)
-A&P
-AMP
-Atom
-Ex4 (Kurz für Experimantalphysik4, denn die VL setzt die Experimantalphysik3 fort)

Ich preferiere ersteres, ist auch viel leichter auszusprechen, außerdem bin ich gegen diese Wortneuschöpfungen, die die schöne VL-Numerierung zerstören.
Nunja, fühlt euch frei das zu kommentieren.

Nach dieser VL war mein Unitag für heute beendet und ich konnte mich voll und ganz meiner Freizeit widmen, die aus der Vorbereitung auf das WG-Grillen bestand.
Carmen hat extra original Thüringer Rostbratwürste und Fleisch aus ihrer Heimat mitgebracht und eine Marinade mit Bier hergestellt. Es hat wirklich toll geschmeckt, auch wenn ich meinen Mund etwas zu voll genommen habe mit dem Satz ich würde ihre Fleischvorräte fast alleine aufessen.
Es blieb ein recht großer Teller über... und das wo ich doch morgen eine Broccoli-Lasagne machen wollte.

Das Grillen war ganz amüsant, wenn auch etwas unterkühlt, zumindest kam es mir so vor. Vielleicht war ich auch nicht wirklich in Partystimmung. Ich hab auch im Gegensatz zu den andern nichts getrunken, mir war einfach nicht danach.


Natürlich habe ich heute wieder mit Kaddi telefoniert. Es ist so toll das ich sie gefunden habe. Wir haben sogar zusammen mal nachgeschaut wie alles angefangen hat. Wahnsinn, das so eine Singleseite tatsächlich auch was bewirkt.

Da fällt mir ein, das meine Ex-Freundin heute mit Carmen gechattet hat und dann mitten im Gespräch etwas fallen lassen hat von wegen: "Ich hab gehört Michael hat sich ne 17jährige angelacht."
Stimmt doch gar nicht, Kaddi ist bald 19 und überhaupt geht sie das gar nichts mehr an.
Die Vermutungen der meisten Leute, die jetzt davon wissen ist, das sie eifersüchtig ist, weil mein Leben eben ohne sie weitergeht und eben nicht in trister Einsamkeit.
Ein Teil in mir freut sich diebisch darüber, aber ein anderer Teil macht sich Gedanken darüber, das ich viel zu oft wieder mit Erinnerungen an sie konfrontiert werde.
Ich weiß das nunmehr jegliches Gefühl für sie weg ist, ich möchte sie am liebsten aus meinem Leben streichen, aber Marburg ist klein und unsere Leben waren über eine lange Zeit verwoben.

Hoffentlich glaubt Kaddi nicht, das ich noch zusehr an meiner Ex hänge, denn das wäre falsch.
Wenn ich in mich blicke sind da Gedanken an eine gemeinsame Zukunft mit Kaddi und nichts mehr von meiner Ex-Feundin. Es kommen nur immer wieder Erinnerungen hoch, die ich gemeinsam mit ihr hatte, weil sie 3 Jahre meines Lebens begleitet hat und deshalb natürlich Teil meiner Erlebnisse war.

Tief in meinem Inneren bin ich wahrscheinlich ein sehr unsicherer Mensch, voll von Ängsten und Selbstzweifeln. Ich werde das bekämpfen müssen, ich bin alt genug um stark genug zu sein.

Hmm... irgendwie führt meine tiefenpsychologische Betrachtung heute zu nichts, es ist wohl schon zu spät.
21.4.06 00:48


Non scholae, sed vitae discimus

Tja, die Uni hat mich wieder und die ersten Vorlesungen sind auch schon vorbei.

Irgendwie komme ich überhaupt nicht in meinen Stoff, aber das mag daran liegen, das ich über die Ferien einen neuen Lebensmittelpunkt geschaffen habe, der im Internet liegt. Ich muss das unbedingt zurückfahren. Auch wenn ich meine Hoffnungen auf ein Vordiplom schon stark zurückgeschraubt habe.

Glücklicherweise bin ich nicht alleine so nervös wegen den Prüfungen, Felix, ein Komillitone von mir möchte vielleicht zusammen mit mir lernen, wenn das klappt dann erhöhen sich meine Chancen drastisch.

Die eher düstere Stimmung, die wegen dem Studium in den letzten Tagen auf mir lastet wurde aber durch einen Sonnenschein in meinem Leben aufgehellt.

Ich telefoniere fast täglich mit Kaddi via Skype und ich bin der festen Ansicht, das wir uns immer näherkommen. Gestern Nacht haben wir sogar fast 6 Stunden geredet, sodass ich fast meine Vorlesung verschlafen hätte.
Diese 6 Studnen waren aber von großem Nutzen für uns beide. Ich habe einfach alles aufs Spiel gesetzt, indem ich mich vor ihr offenbart habe und zum Glück hat sie es positiv aufgenommen. Es ist schön, das sie meine Geheimnisse akzeptiert, oder vieleicht sogar gar nicht als schlecht erachtet. Ich habe soviel Hoffnung, dass sich das zwischen uns weiterentwickelt.

Natürlich bleibt die Angst, das alles zu schnell geht, aber ich kann mich auf sie verlassen. Sie teilt meine Ansichten und Ängste, ich fühle mich ihr oft so nah, besonders, da ich langsam beginne auch ihre Geheimnisse zu erfahren.

Langsam kommen wir wieder an einen Punkt, an dem wir uns sehen müssen, denn eine Beziehung braucht auch eine Seite, die vis-a-vis gelebt wird. Deshalb suche ich schon fieberhaft eine Möglichkeit mal zu ihr fahren zu können. Dafür muss ich mich natürlich elternschick machen, also müssen schwarze Lippen und Fingernägel schonmal ausfallen, ebenso wie Nietenarmband und rote Kontaktlinsen.
19.4.06 23:10


Bayern und zurück

So, das Wochenende ist vorbei, ich bin wieder in Marburg und der erste Tag Uni ist auch geschafft.

Es gibt interessante Dinge zu berichten, also fangen wir beim Anfang an:

Meine Tour begann am Samstag morgen um 4 Uhr, nachdem ich aus Angst ich könnte verschlafen die Nacht durchgemacht. Schade das ich jetzt keine Zeit mehr habe die Nächte vor dem PC zu verbringen.

Naja, jedenfalls musste ich um 4 mit dem fertigmachen beginnen, weil so früh noch kein Bus fuhr und ich zum Bahnhof laufen musste, mein Zug sollte um 10 vor 6 da sein. Man wird ermessen können wie großzügig ich meine Zeit verplant hatte und dennoch hab ich den BAFöG- Antrag für meine Mutter vergessen.
Das fiel mir natürlich erst ein, als ich schon im Zug saß und einem Mitpassagier davon erzählte, was ich in Bayer wollte.
Ich hatte ich am Bahnhof getroffen, als er mich sichtlich erregt ansprach. Er war ganz verwirrt, weil kein Zug gekommen war. Es stellte sich heraus, das er denselben Zug wie ich nehmen wollte und sich um eine Stunde vertan hatte.

So kam ich bis Würzburg zu einer Reisegesellschaft, er war Rußlanddeutscher und hatte einen Akzent, den man nicht immer verstehen konnte.
Es war zwar ganz nett bis Frankfurt, aber ich wollte eigentlich schlafen. Ich bin sogar kurz eingenickt vor ihm und das Gespräch flaute auch etwas ab vor Würzburg.
Tja, ein alter Mann, der reden wollte und ein Student, der eigentlich nicht seine Lebensgeschichte ausplaudern wollte, dafür muss er schon zu dieser Seite finden.

Nach würzburg wurde es dann schon ruhiger und ich kam auch zu ein paar Stunden Schlaf(zumindest hoffe ich, dass es Stunden waren). In München war dann eigentlich ein kleiner Schlenker vorgesehen um mich mit Ronja zu treffen.
Das fiel jedoch ins Wasser, weil ihre Verwandschaft sie zur Mutter ihrer Patin abgeschoben hatte und diese dann auch noch ein Animationsprogramm hatte: Burgbesichtigung.

Eigentlich eine nette Sache, aber trotzdem vermute ich das das Absicht war, denn Die Patin bei der Ronja war, wusste ja bescheid.

Natürlich hatte die Sache auch etwas Gutes, weil ich so schneller in Rottenbuch bei meiner Verwandschaft hätte sein sollen.
Dummerweise hatte die Bahn bisher alle meine Verbindungen pünktlich erreicht und einmal muss sowas ja daneben gehen. In meinem Fall in Weilheim. Ich hätte eine Stunde warten müssen auf den nächsten Zug, also rief ich meine Tante an.

Kurz davor hatte ich aber noch ein nettes Gespräch mit einem Pärchen im Zug. Sie hatte von dem zweiten Buch von Stephen Hawking geschwärmt und ich konnte mir dabei das grinsen nicht verkneifen. Es ist aus meiner Sicht schon putzig zu sehen, wie Laien sich mit meiner Wissenschaft beschäftigen.
Das sollte man jetzt nicht abwertend sehen, ich finde gut, dass sich auch andere damit beschäftigen, wenn auch nicht so tief.
Ich glaube ich habe sie etwas verblüfft als ich sagte das ich die spezielle Relativitätstheorie verstanden habe, andererseits mag ich auch etwas arrogant rübergekommen sein.
Da muss ich wohl noch etwas an mir arbeiten.

Naja, so gegen 5 Uhr war ich dann endlich in Rottenbuch. Lustigerweise hat mich Kaddi kurz bevor ich ankam noch auf dem Handy angerufen und ich war total überfordert, weil ich ja Leute begrüßen, auspacken und gleichzeitig telefonieren wollte.
Rückblickend erscheint es mir etwas merkwürdig das sich nicht wie früher alle auf mich gestürzt haben um mich zu begrüßen, aber die Stimmung da unten ist wohl grade sowieso etwas merkwürdig, seit die beiden Mädels arbeiten und jeder seinen Lebensmittelpunkt außerhalb von dem Hof findet.

Zur Erklärung:
Meine Großmutter hat einen kleinen Bauernhof mit Schweinezucht und Katzenstation der Tierhilfe Oberland. Alles in allem ist der Hof nicht wirklich erträglich, er macht sogar Schulden, aber dafür gibt es viele Tiere. Früher waren es sogar noch mehr, aber meine ältere Cousine hat ihre Pferde an ihren Arbeitsplatz mitgenommen. Sie wird Tieratzthelferin.

Ich kannte von früher, das dort unten die Familiengemeinschaft sehr großgeschrieben wurde, aber mit erwachsenen Kindern ist das wohl zu schwer. Schade eigentlich.
Eigentlich hatte ich vermutet, das ich mehr reden und weniger arbeiten würde, aber scheinbar hatte ich mich geirrt, denn schon am ersten Tag wurde ich herangezogen die Garage bei dem Freund(praktisch Mann) meiner Tante auszuräumen, damit dort ihr Geburtstag gefeiert werden konnte(lustigerwiese aber erst an dem Tag meiner Abreise).

Am Ostersonntag musste ich dann für die Sünden meiner älteren Schwester gradestehen, die nämlich den Speicher eines anderen Verwandten vollgestellt hatte, als sie vor einiger Zeit(ca 2 Jahre) mal dort gewohnt hatte. Ich musste also ausmisten und kistenweise das Zeug wegschleppen, bzw. mit dem Auto in den zu meiner Großmutter fahren, damit die Sachen nachdem der Müll entfernt wurde, dort weiterstehen können.
Besagter Verwandter verkauft nämlich das Haus, wohingegen meine Großmutter noch bis zu ihrem Tod in dem Bauernhaus wohnen wird.
Das wirklich ärgerliche an der Sache war nicht, das an meinem Feiertag nichts zu feiern war, sondern eher das meine Schwester es schon wieder geschafft hat ihr Chaos von andern entrümpeln zu lassen.

Wenigstens der Abend verlief anders, wen auch nicht durchweg positiv. Meine Cousinen nahmen mich zur NoName-Fete mit.
Der DJ traute sich nicht viel zu und spielte nur typische Partymusik, aber es reicht um in guter Stimmung zu bleiben.
Am Anfang hing ich noch schweigend bei meinen Cousinen rum, als sie ihre Runde machten um alle Bekannten zu begrüßen, aber dann hielt ich es für besser die beiden lieber alleine ihre Party zu machen, besonders weil meine jüngere Cousine gleich sagte, das sie sich nicht um mich kümmern wollte.

So saß ich also am Rand auf einem Tisch und hab mich ein wenig zur Musik bewegt(Tanzen konnte man das nichtmal mit gutem Willen nennen). Das muss aber gereicht haben um ein Mädchen zu beeindrucken, denn sie sprach mich an. Es ging eigentlich immer nur um Musik, also ob jenes Lied gut oder schlecht wäre. Ich konnte aber nicht auf sie eingehen, nicht nur, weil ich schon die ganze Zeit Kaddi im Kopf hatte und mir vorgestellt habe sie wäre da, sondern auch, weil ich praktisch keinen Musikstil völlig ablehne.
Ich bin recht fest davon überzeugt, das sie versucht hat mich anzugraben, besonders weil sie nach den ersten paar Sätzen, die wir geredet haben mit ihrer Freundin rausgegangen ist mit den Worten: "Ich komm gleich wieder. (Lauf nicht weg.)"
Als sie dann wiederkam brauchte sie erst eine Weile um sich wieder zu überwinden und so fand ich raus, das sie z.B. Muse hört. Ich hatte so das Gefühl, das sie sich in der Alternativen Szene recht wohl fühlt.
Etwas später fragte sie mich dann nach meinem Namen, ihren erfuhr ich dann erst kurz bevor sie ging: Kiki.

Tut mir leid für sie, da sie sich möglicherweise Hoffnungen gemacht hat, aber, naja, sie weiß ja über mich praktisch nix, außer meinem Namen und das ich Dir en Grey gut finde, worauf sie allerdings gar nicht eingegangen ist. (Ganz dicke Minuspunkte)

Als Kiki dann wegwar hab ich noch ein wenig rumgelungert, weil ich nicht mehr Geld ausgeben wollte und die Musik auch schlechter wurde.
Ich fand nach einer Weile noch meine jüngere Cousine, die aber noch lange nicht gehen wollte und ihren Freund, ein Kerl, der 10 Jahre älter ist als sie.
Dieser Typ, er heißt Karl, hatte ein Problem mit meinem Ledermantel, denn dieser hob mich aus der Masse dort ab.(Was auch Sinn der Sache war)
Naja, jedenfalls war er mir suspekt, weil er mit zunehmendem Alkoholkonsum auch Gewaltbereiter wurde und mir dann schließlich den Mantel von den Schultern riss. Das Kunstleder hat das anstandslos mitgemacht, aber mein Adrenalinspiegel war deutlich erhöht.
Ich hab mich dann breitschlagen lassen den Mantel für ein Bier abzulegen. Und Karl, so hieß er, hat mich vollgelabert. Ich habe versucht ihm zu folgen, aber die Kombination bayrischem Dialekt und eine alkoholbeschwerte Zunge bereitete mir dann doch Schwierigkeiten.
Es kam dann beim zweiten Bier fast nochmal zu Handgreiflichkeiten, weil er wohl wollte, das ich das Bier bezahle, aber ich hatte keine Lust und auch kein Geld dafür übrig.
Zum Glück schritt hier meine Cousine mit ihrem Geldbeutel ein.

Ich hatte bis zum Ende der Party dann noch Glück, weil nichts weiter passierte, ich hab sogar noch nen netten Kerl kennegelernt, der mir das Pfeifenrauchen erklärt hat.
Ich weiß jetzt, das ich ne unlackierte Pfeife brauche und englischen Tabak.
Vielleicht wäre das mal ne Idee, Pfeife rauchen wirkt distingiert.

Auf den Weg nach Hause hat Karl dann weitergeredet und in der stillen Nacht war er auch leichter zu verstehen. Das Thema war Größtenteils die Situation von Alexandra(meiner Cousine) auf dem Hof. Sie fühlt sich dort als Arbeitssklavin.

Meine Recherchen haben ergeben, das Alex eigentlich sogar die ist, die am wenigsten tut, aber sie weiß sich in Szene zu setzen, deshalb fällt es nicht auf.
Sie hat zwar nicht soviel Freizeit wie andere Mädchen in ihrem Alter, da sie arbeitet und nebenbei noch Landwirtschaft macht, aber das lässt sich nicht vermeiden.

Alles in Allem stelle ich mal wieder fest das alles um mich herum in Problemen versinkt...
Meine Mutter meinte schon ich hätte genug eigene Probleme und müsste nicht auch noch die meiner Cousinen lösen.
Dazu sollte ich aber besser nichts sagen, das wäre selbstzerstörerisch.

Meine Rückfahrt begann schon am nächsten morgen um 10 nach 11, deshalb hatte ich meinen Wecker auf 7 Uhr gestellt. In meiner Jugend hätte ich es vielleicht sogar geschafft nach 2 Stunden leicht alkoholisierten Schlafes wieder aufzustehen, aber an diesem Tag ging das nicht, ich bin nachdem ich den Wecker ausgemacht hatte gleich wieder für eine Stunde eingeschlafen.

Ich war froh, das ich so früh wach geworden bin, so konnte ich wenigstens noch meine Sachen packen. Wobei natürlich hinzukam, dass ich noch einen Wanderrucksack voll mit Lebensmitteln von meiner Mutter bekam, damit ich armer Student auch genug zu beißen hab.

Ein Lichtblick meines Urlaubs war aber noch ausstehend, denn wenn das Treffen mit Ronja auf dem Hinweg nicht geklappt hat, dann sollte es wenigstens auf dem Rückweg gehen.
Diesmal war niemand informiert, außer Ronjas Bruder und ihre elfjährige Cousine.
Wir haben uns auf dem Gelände eines Gymnasiums getroffen und naja, wie ich erwartet habe war Ronja unheimlich schüchtern.
Zu einem tieferen Gespräch kam es mit ihr natürlich auch nicht, aber naja, was will man bei einer Stunde erwarten.
Auf besonderen Wunsch verrate ich aber nicht mehr.
(Heutige Vorfälle lassen mich hoffen, dass sie den Kontakt nicht abbricht.)

Meine Heimfahrt verlief dann relativ ruhig, ich hab mein mitgebrachtes Buch fast durchgelesen und konnte noch einiges an Schlaf nachholen. Dummerweise hatte die Bahn aber was gegen meine Rückfahrt, sodass ich erst 14 Stunden nach meiner Abfahrt zuhause war und dann noch meinen Stundenplan machen musste.
18.4.06 23:04


ein etwas längerer Abschied

So, dies ist jetzt erstmal über Ostern mein letzter Eintrag. Ich habe den Karfreitag nur vor dem PC verbracht, es gab ein paar nette filme im Fernsehen, aber nichts weltbewegendes.

Ist das nur emin Eindruck, oder ist das Fernsehen seit meiner Kindheit wirklich schlechter geworden?

Vor ein paar Stunden hatte ich ein lustiges Telefonat mit Kaddi, sie war feiern und genauso klang sie auch. Die Arme, ich hoffe mal sie sie konnte sich rechtzeitig auf das Bett werfen, als es vorbeigedreht kam.
Aber eigentlich ist das ja gehässig, ich hab ja auch was getrunken, es gab noch Alkoholreste zu vernichten. Die Wirkung begrenzte sich aber auf ein etwas leichteres Gefühl und recht warme Hände.

Apropos warme Hände, das erinnert mich wieder an Kaddi eute nachmittag. Sie hat zusammen mit ihrer Freundin ein paar Sims 2 Charaktere generiert und sie nach dem Vorbild von ihrer Freundin, deren Freund und uns beiden designed.
Hier die Bilder:

Das rechte soll ich sein, das linke Paulas Freund Jan


Hier sitzt rechts Paula und links Kaddi
(Das Kind ist ohne reales Vorbild )


Aber nun zu dem Grund, aus dem ich jetzt eine kleine Blog-Pause mache. Ich fahre gleich nach München und besuche meine Mutter, bzw. die restliche Verwandschaft auf der mütterlichen Seite.
Und wenn es passt, treffe ich auch Ronja noch in München, obwohl sich ihr Vater so dagegen ausgesprochen hat und ihre Patin, die jetzt auf sie aufpasst kein Risiko eingehen will.

Ich werde einfach zu ihr fahren in den Ort und dann mal etwas spazierengehen, dabei werde ich sie "zufällig" treffen. So einfach ist das.
Alo ob ich mir da verbieten lassen würde jemanden zu treffen wenn ich Lust hab. Ich kann ja verstehen, das man vorsichtig ist, aber ich hab ja nicht verlangt Ronja allein zu sehen.
Wenn ich ein böser "Kinderverzahrer" wäre, dann würde ich das anders anfangen.
Ich hoffe mal, das ich noch ne Mail bekomme, und Ronja mitspielt. Falls nicht würde mich das schon schmerzen.

Naja, jetzt muss ich aber weiterpacken.
Die 8-stündige Fahrt wird bestimmt langweilig, aber Kaddi kann wahscheinlich kostenlos telefonieren, was das angenehm machen könnte.
15.4.06 04:31


Projekt BAFöG

Der heutige Tag war ein typisch geplanter Tag mit meinem Dad.

Da er mich an den Tagen vorher nicht erreicht hatte war bisher nur der heutige Tag zum Treffen vereinbart, aber keine Zeit. Dies holte er schnell heute morgen um halb 10 nach, was mir gerade eine erstaunliche lange Wachperiode beschert.

Nunja, um 13 Uhr sollte ich im Subway sein, aber wie es bei mir nunmal immer so ist war ich ca. eine viertel Stunde zu früh.
Im Grunde war es natürlich ein Fehler, denn so habe ich noch in der Elektronikabteilung von Ahrens gestöbert und bin über Civilisation 3 für nur 10 Euro gestolpert.
Während des 3-stündigen Essens ging mir das natürlich nicht aus dem Kopf.

Man wird sich jetzt fragen, wie man 3 Stunden in einem FastFood-Restaurant essen kann, aber das lässt sich leicht durch meinen Vater und seine Mitbewohnerin erklären.
Die beiden studieren zusammen vergleichende Sozialwissenschaften und haben ihren Schwerpunkt auf Sicherheitspolitik gelegt.
Das Resultat dieser Mischung sind immer wieder aufs neue irgendwelche zweifelhaften Geschichten über versteckte Machthaber und ähnliches.

Ich muss gar keine Bücher über Verschwörungstheorien lesen, die beiden haben genug davon auf Lager. Manche davon sind sogar irgendwo wahrscheinlich, aber decken sich schlecht mit meinem idealistischen Weltbild.
Und da ich lieber das Falsche glaube, aber positiv in die Welt blicke anstatt mir einen Aluminiumhut aufzusetzen ignoriere ich einfach die Geschichten und lausche interessiert.

Die Unterhaltung hatte neben dem Zeitvertreibungswert auch noch praktischen Nutzen, denn ich konnte endlich ein BAFöG-Formular an meinen Vater weitergeben, sodass ich möglicherweise doch zum Semesterbeginn mal was beantragen kann.
Der zweite Bogen für meine Mutter wird am Samstag eingesteckt, sodass ich am Ostermontag fast komplett ausgestattet sein dürfte.

Mein Vater wollte sich aber nicht nur deswegen mit mir treffen, er hat mir auch ein Ostergeschenk gegeben, nämlich eine Karte mit etwas Geld, genauso, wie er mir dann einfach Civ 3 bezahlt hat.

Das passte mir ganz gut, denn ich bin diesen Monat schon viel zu knapp bei Kasse. Ich muss ja bis zu den Ferien wieder 200 Euro angespart haben um mir das 5. Semester kaufen zu können.

Heute abend dann konnte ich noch eine Weile mit Kaddi telefonieren. Sie ist zwar grade nicht in Skypereichweite, aber Vodafone hatte heute eine Aktion laufen, mit der man netzintern umsonst telefonieren konnte. Das wurde sogleich genutzt.

Es entwickelt sich immer schneller mit ihr und mir und ich bekomme viel zu schnell Angst einen Fehler zu begehen. Sie meinte das uns die Distanz vor Fehlern schützt, aber im Augenblick denke ich, das ich mehr ihre Nähe bräuchte um mir klarer zu werden was in mir vorgeht.

Vielleicht werde ich auch nur etwas schwermütig, und mache mir deswegen solche Sorgen. Hoffentlich stoße ich sie damit nicht vor den Kopf.

Andererseits war es bisher immer so, das Kaddi dasselbe gedacht hat wie ich und zwar unabhängig von mir.

Das kann nur ein gutes Zeichen sein...

Kaddi, ich hab dich lieb, gerade fühlt es sich so bittersüß an, ich weiß nicht was ich denken oder fühlen soll.
Der Gedanke schmerzt mich, nicht mit dir zu sein.

Ein dunkles Herz, aufgespießt liegt es da,
Ein Glitzern von der Nadel in ihm ich sah,
Ein Lichtschein hell und klar, macht sichtbar,
Was dort vorher war:

Ein rotes Herz, heil und rein,
Fähig zu lieben der gleichen sein.
Hoffnungsvoll geöffnet für jedermann,
Schließen es wohl keiner kann.

Zerstört ist Vergangenheit,
Narben in in dem ganzen Leib.
Alte Wunden neu entfacht
streuen Schmerz gleich tausendfach
So langt das dunkle Herz nach Sicherheit
und bringt sich damit selber Leid.
14.4.06 03:40


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