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LARP

Am vergangenen Wochenende war ich das erste mal auf einer LARP(Live-Action-Roleplay).
In meiner Linkliste könnt ihr sehen, welcher Verein das organisiert hat. Ich war auf der Nostria 4 und zwar in der Rolle von Moebius von Punin, einem jungen Magier.
Zuerst hatte ich Angst, weil ich ganz alleine hinfahren musste. Klaus, der Freund, der mich überhaupt erst drauf gebracht hat, fuhr nämlich nicht über Marburg, sodass ich mir einen Zug heraussuchen musste.
Ich dachte ich würde Unterwegs auf gleichgesinnte Treffen, die mir die Nervosität nehmen würden, aber bis zur letzten Teilstrecke gab es da niemanden. Ich versuchte mich zu beruhigen, schließlich hatte ich vorher schon mit einigen Leuten geredet, die schon länger larpen, außerdem war ich ja schon im zugehörigen Forum aktiv.

Wie erwähnt traf ich dann auf der letzten Teilstrecke, die ich mit dem Bus zurücklegen musste auf andere Leute, die auf dem Weg nach Nostria waren, nämlich der Magier Adranon und Reo, der Abenteurer. Endlich gab es jemanden zum reden, und vor allem musste ich nicht Kontakt aufnehmen, denn Adranon hatte mich von meinem Bild im Forum her bereits erkannt.

Man glaubt nicht wie schnell das mit dem Anschluss geht. Wir hatten gerade unseren weg zur Burg Ludwigstein gemacht, da war schon klar, das unsere Charaktere gemeinsam anreisen würden. Das einzige, was mir noch zu tun blieb, war mich umzuziehen und mir meinen Stab zu besorgen, den Klaus mitgebracht hatte.
Das erwies sich als etwas schwerer, da ich ja nicht wusste ob Klaus bereits da war, oder wo er denn schlief, ich wusste nur, das er ein Zimmer in der Burg hatte.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schwer es ist einen Menschen auf einem Larp anhand seines realen Namens zu suchen. Jeder merkt sich nur den Charakternamen.

Der Spielbeginn war für 19:00 Uhr geplant, verzögerte sich allerdings etwas und wurde durch eine Rede der SL eingeleitet, die nochmals auf die Regeln hinwiesen und viel Spaß wünschten. Auf ein lautes "Time IN" begaben sich alle dann aus der Burg um an der richtigen Stelle in die Spielwelt einzutreten. Es wäre schließlich schlicht unrealistisch, wenn man plötzlich in der Burg wäre, so muste zuerst die Anreise ausgespielt werden.

Reo musste schon unter mir leiden, denn ich habe die Magierarroganz schon gezeigt, er musste sich Sätze über seine mindere intellektuelle Begabung anhören usw. Außerdem musste er die Magier mir "Gelehrter Herr" anreden. Er nahm das recht geduldig hin, wenn er auch ein paar mürrische Antworten nicht unterdrücken konnte.

In der Burg angekommen baten wir um Obdach und wurden von der Wache als Mitglieder der Großen grauen Gilde des Geistes durchgelassen, um bei der Burgverweserin vorstellig zu werden, was uns aber erst viel später in den Sinn kam. Zuerst galt es die Lage auszukundschaften. Es gab so viel zu sehen und imir kribbelte es unter den Nägeln ein Abenteuer zu erleben. Dummerweise war das gar nicht so leicht, denn der erste Tag verlief relativ ereignislos, wenn man einmal von Reos Ausrutscher der Obrigkeit gegenüber absieht und den ersten Ausläufern einer größeren Bedrohung.

Am frühen Abend wurde es recht still auf dem Burghof, den eine Abordnung des Ordens des Bannstrahls Praios kehrte in der Burg ein. Den Magiern wurde dabei natürlich ganz anders, denn die Bannstrahler sind für ihren Hass gegen die Magie bekannt. Es galt sich also bedeckt zu halten um nicht unangenehm aufzufallen. Solange kein magisc hes Verbrechen begannen wurde, durften sie uns ja nichts tun, sie konnten uns lediglich zum Verhör rufen was sie dann mit ein paar Collegae auch taten, diese wurden mitten in der Nacht aus dem Bett gescheucht und vor den Inquisitor gezerrt.
Aber noch vor diesen Vorgängen tat sich jemand aus dem Volke hervor, indem er einen Apfel nach ihm warf. Dieses Attentat verursachte sofort große Aufregung, es war zuerst von einem Dolch die rede und einem Mordanschlag, doch diese Verbrechen hätte das Mädchen sicherlich umgebracht.
Stattdessen wurde sie nur zu 15 Hieben mit der Peitsche verurteilt, die wenige Minuten später vollstreckt wurden. Sie wurde im Burghof angeketten und ihr Kleid wurde am Rücken aufgerissen, während der Ritter des Bannstrahlordens die Peitsche schwang. Blutrote striemen zogen sich schon bald über den dürren Leib, während der Ritter laut jeden Schlag anzählte. Viele der Anwesenden konnten gar nicht hinsehen, ich drehte mich erst um, als ich plötzlich die laute "16" vernahm, der Ritter hatte die Strafe offensichtlich eigenwillig verlängert.

So musste das arme Geschöpf 20 Peitschenhiebe ertragen.

Natürlich waren sie nahezu schmerzlos. Es wurde zwar eine echte Peitsche verwendet, aber der Ritter schlug ohne Gewalt zu. Die roten Striemen wurden dadurch erzeugt, das die Peitsche vorher mit rotem Pulver benetzt wurde, welches beim auftreffen eine wunderbare Strieme zeichnete. Es sah sehr realistisch aus, aber ich sprach später noch einmal OT(Off Time) mit dem Mädchen und sie beklagte sich nur, das das Pulver so schwer abzuwaschen gewesen wäre.

Das zweite sonderbare Vorkommnis war die Sichtung eines merkwürdigen Waldmannes im Zeltlager vor der Burg. Er sprach davon, das ein heiliger Baum geschändet wurde und das er ein Ritual zur Reinigung durchführen müsse. Einige der Zelter boten sich sofort an, die nötigen Zutaten zu besorgen, scheiterten dann aber an Dampf, der Synthese aus Luft und Wasser ohne dabei ein anderes Element, wie beispielsweise Feuer beizumischen.

Dieses Vorkommnis rief die Magier auf den Plan, die sich sofort eifrig um die Analyse bemühten. Hier begann die Geschichte, die im Nachhinein einen Zirkel von Magiern begründete. Wir waren 7 Magier, die alle Stufe 1 Charaktere waren und uns schnell zu einem Team formierten um den Rätseln auf den Grund zu gehen. Desweiteren stieß noch ein Elf und eine Sharisad(Zaubertänzerin) zu uns.

Es lag uns am Herzen, die Rätsel um Burg Elgern-Scharten zu lösen und die Magieanwender vor der Willkür der Praiospriesterschaft zu beschützen. Wir Magier waren durch unsere Gilde weitesgehend vor den Praioten sicher, aber die Sharisad und der Elf, sowie andere nicht-gildenzugehörige Magiebegabte waren schutzlos. So hatten wir schnell eine Aufgabe gefunden und agierten als Gemeinschaft, die übrigens die Con überdauert und sich im September auf der Con "Legenden von Thorwal 4" wiedertrifft.

Zwischendrin gab es immer wieder überfälle durch Orks und seltsame Geschichten von Dämonen in ihren Reihen, die allerdings meist unbestätigt blieben, der Tag ging für mich zuende, ohne das ich auch nur in ein Rätsel tieferen Einblick gewonnen hätte.
Das sollte sich zwar am zweiten Tag ändern, doch diese Informationen nützen nichts, denn Moebius starb.

Der zweite Tag begann recht langsam, scheinbar mussten alle Burgbewohner erst wach werden, aber so blieb wenigstens Zeit für ein geruhsames Frühstück, bevor wir endlich dazu kamen die Bibliothek wie versprochen in Augenschein zu nehmen. Hier zeigte sich mir, das ich zwar beim P&P gerne Magier spiele, aber die Bücherstube im LARP doch nichts für mich ist. Ich habe mich gelangweilt und mir wurde ganz anders, bei lateinischen Texten, die ich nur überfliegen konnte um den Sinn herauszuziehen. Zum Glück konnte man meist an Wörter wie Christus oder so ahnen, das es sich um schlichte Kopien von alten Kirchendokumenten handelte, die natürlich nichts mit unseer Geschichte zu tun hatten.
Jedenfalls ging mir das alles zu langsam, deshalb hab ich mich nach einer Weile einfach abgesetzt um auf eigene Faust draussen nach Informationen zu suchen.
Ich kam am Anfang nicht wirklich weit, aber das Zeltlager wurde am heutigen Tag nicht nur von Orks, sondern auch von Dämonen überfallen. Hier entdeckte ich plötzlich meine Lust am LARP-Kampf. Ich habe zwar nicht viel Schaden gemacht, ich durfte ja nur "1 magisch" ansagen, aber immerhin war der magische Schaden wenigstens etwas, was den Dämon aufhalten konnte, der profane Schaden der meisten Umstehenden war wirkungslos, bis die Waffen geweiht wurden.
In der Nacht zuvor hatte mich ein Thorwaler aus dem Zeltlager noch aufgezogen, man müsste wenn man den Schaden von 1 ansagt noch "lächerlich" hinzufügen. Ich denke die Kämpfe an diesem Tag straften ihn lügend.
Ich hab zwar sehr viele Angriffe gebraucht, aber immerhin wirkungsvolle. Leider muss ich aber sagen, das ich nicht sehr gut gekämpft habe, ich bin eiunfach nicht geübt genug, deshalb habe ich dem Dämon einfach auf den Rücken, bzw. von hinten in die Beine geschlagen, während er sich gerade mit einer Klingenwand von Kriegern beschäftigte.

An diesem Vormittag geschah es auch, das ich gerade zur Burg wollte, als diese von Orks belagert wurde. Ich schlich mich langsam näher und sah, wie eine Bannstrahlerin niedergeschlagen wurde. Sie lag blutend auf dem Weg zum Tor, doch leider konnten mich die Orks zu leicht sehen. Ich wollte zu ihr hin und sie heilen, schließlich hätte es Vorteile für uns bedeutet, wenn die Bannstrahler gesehen hätten, das wir Magier nur Gutes im Sinn hatten. Es gab aber keine Hilfe für die junge Frau, jedesmal wenn ich mich zu weit vorwagte, kamen die Orks und ich musste fliehen. Selbst wenn ich hätte kämpfen können, hätte ich 5 Orks nicht bezwingen können.
Also musste ich mich betrübt zum Zeltlager zurückziehen, nur um dann zu erleben, wie die Orks marodierend von der Burg genau mir hinterherkamen.
Ich konnte sie natürlich in einem Kreis umgehen und zur Burg zurückkehren, aber als ich gerade wieder auf den gepflasterten Weg kam, sah ich den Händler der vor der Taverne seine Waren anbot am Boden liegen.
Dies war meine Chance, ich rannte zu ihm und sprach sofort meine Heilformel. Eigentlich war es etwas dämlich 10 mal hintereinander "Balsam Salabunde, Heile Wunde!" zu sagen, aber naja, es war Rollenspiel und die Wirkung, die das haben würde konnte ich nicht vorhersehen.
Der Händler stand auf und war zutiefst dankbar, er schenkte mir einen Silberling, den ich erst gar nicht haben wollte(schon allein, weil der OT 1 Euro wert ist. Ich hab ja nix gemacht außer ihn am Kopf zu berühren, 10 mal was zu sagen und nen Papierschnipsel zu zerreissen), aber er lies nicht locker und ich war damit um einiges reicher.
Später schenkte mir der Händler dann auch noch eine kleine Taschenlampe, die man um sein Handgelenk binden konnte, so wäre es mir möglich einen Lichtzauber zu wirken und meine Hand frei zu haben. Eigentlich wollte ich ihm das wiedergeben, aber er meinte ich könnte es behalten.

Kaum hatte ich dem Händler geholfen kamen auch noch andere Leute vorbei, die verletzt waren und ich kam mit dem heilen nicht hinterher. Irgendwie hat mir der Teil fast am besten gefallen, zusammen mit dem Kämpfen eben.
Ein verwundeter Handwerker schenkte mir noch ein kleines Vorhängeschloss, das ich auch behalten durfte.

Meinen letzten Astralpunkt lies ich dann bei einem Veteranen, der humpelnd von der Burg ins Zeltlager ging. Eigentlich war es Verschwendung, aber ich war gerade so drin, das ich nicht aufhören konnte.
Außerdem hatte ich so noch eine weitere Sache auszuspielen, nämlich die unendliche Erschöpfung die einen Magier befällt, wenn er keine Astralenergie mehr hat. Andererseits durfte das nicht lange so bleiben, also begab ich mich zu einem Alchimisten um einen Astraltrank zu erwerben, aber wie konnte es anders sein, die Zutaten waren schwer bis unmöglich zu bekommen. Also begab ich mich mit dem Lehrling auf die Suche. Wir brauchten zum Beispiel Drachenblut, aber einen Drachen in der Gegend von Elgern-Scharten zu finden war undenkbar und dann noch an Blut von eben diesem zu kommen war unmögilich, also versuchten wir einzelne Zutaten zu substituieren. In diesem Fall wollten wir Orkblut statt Drachenblut nehmen. Wir sind also zu den Toten Orks gegangen und haben ihnen die Kehle aufgeschnitten um sie auszubluten. IT muss das entsetzlich eklig gewesen sein und ich fand wir haben das schon passend ausgespielt, aber OT, lag da weder ein Ork, noch floss Blut. Man braucht als Rollenspieler eben Fantasie.

Naja, nachdem wir einige Zeit auf der Suche nach Zutaten verbracht haben, versuchte ich wieder Abenteuer zu erleben, also lies ich den Lehrling mal machen, er solle sich bei mir melden, wenn er den Trank hätte.
Meine Abenteuer bezogen sich aber letzlich im bekämpfen von weiteren Dämonen. Ich hatte natürlich meinen Spaß, aber einem Dämon wurde es dabei leider zu bunt und er drehte sich zu mir um... Naja, was soll ich sagen, ich hab mein bestes getan, aber einen Schlag ins Bein hab ich trotzdem abbekommen. Das waren immerhin 2 von meinen 4 Lebenspunkten, die da so von mir abfielen.
Natürlich hab ich mein möglichstes getan es auszupielen, ich hab gehumpelt, ich hab mich zur Krankenstube stützen lassen und ich hab beschrieben, wie sich schnell die Kälte in meinem Bein ausbreitet. Die Heiler wollten schon nen Geweihten kommen lassen, damit er sich die Wunde ansieht. Es war einfach herrlich.

Bevor ich aber in die Krankenstube musste hatte ich in noch gesundem Zustand eine Höhle entdeckt, in der vor einem halben Jahr ein Vampir gehaust hatte. Leider war sie eingestürzt, aber zum Glück gab es in unserem neuen Zirkel einen Elementaristen, Pios mit Namen. Ich überredete ihn, einen Erzdschinn zu beschwören, der das Dungeon wieder öffnen sollte, aber das Ritual brauchte Vorbereitung, deshalb hatte ich ja die Zeit verletzt zu werden.

In der Krankenstube dann zeigte ich mich als äußerst schlechter Patient, nicht nur, das ich kreidebleich wurde, als der Medicus sagte, er müsste die Wunde ausschneiden, ich wehrete mich auch dagegen und bäumte mich auf. Ich muss richtig fiebrig ausgesehen haben, während ich schrie und zappelte.

Man sollte meinen, das ich nach dieser Behandlung lange im Bett blieb, aber Pustekuchen, ich konnte mir doch das Ritual nicht entgehen lassen, also bin ich recht schnell wieder aufgestanden und rausgehumpelt. Natürlich hab ich mich schwer auf den Stab gestützt, ich wollte ja das jeder sieht, wie ich leide.

Alsi ich dann wieder auf den Burghof kam sah ich wie ein gefangener Paktierer gefoltert wurde. Die Foltermethoden wären real sehr grausam gewesen, aber die Darstellung musste man doch stark in die Fantasie verlegen. Mann kann eben schlecht darstellen, dass jemandem die Schneidezähne herausgerissen werden, und er mit einem Stück Holz verbrannt wird.

Ich bin dann aus der Burg hinaus zum Dungeon, weil dort der Dschin ja beschworen werden sollte. Ich erfuhr dann, das der Dschinn das Dungeon nicht öffnen konnte, aber letztlich kamen wir doch rein, weil der Paktierer aus dem Burghof geflohen war und mich dort wieder einholte.

Es kam zu einem Kampf, den ich mir natürlich trotz meiner Verletzung nicht entgehen lies. Leider wurden wir durch ein "Time Freeze" der Spielleitung unterbrochen und mussten die Augen schließen. Als wir wieder gucken durften hatte sich der Paktierer in einen Dämon verwandelt und brach in das Dungeon ein.

Wir wollten ihn sofort verfolgen, aber wurden zurückgehalten, denn die Bannstrahler wollten das Dungeon alleine von dem Bösen reinigen. Als die 20 Mann starke Expedition jedoch gerade eingedrungen war hörten wir Kampfeslärm und Schreie. Einer der Bannstrahler stand draussen Wache und lies uns nicht rein. Erst als eine Kralle ihn reinzog, aber dann war es zu spät.
Wir sahen, wie ein letzter Überlebender hinauskroch, aber niemand traute sich ihn zu greifen, außer mir. Ich war aber verletzt also lies ich mich absolut unelegant fallen, als er draussen war. Die SL erklärte ihn aber für tot und seinen Unterleib für abgetrennt.

Alle Bemühungen eine Suchaktion nach Überlebenden zu starten wurden dann von einer Praiosgeweihten zunichte gemacht, als sie dann das Dungeon versiegelte und das Zahnrad von dem Aufzug mitnahm.

Während der anschließenden Diskussion unseres Zirkels kam mir dann die Idee meine Verletzung etwas mehr auszuspielen. Ich stütze mich schwer auf meinen Stab, was aber keine Auffiel, weil ich leider nicht bleich werden konnte, aber ich setze dann einen drauf und kippte um.
Meine Kamerade mussten mich um die ganze Burg herum schleppen, sodass ich im Burghof verarztet werden konnte. Ich bekam sogar nen selteten Heiltrank, sodass meine Lebenspunkte fast wieder voll waren, nur leider half mir das mit meinem Astralnotstand gar nichts.

Diesmal war ich brav als sie mich aufs Lager brachten und bin im Bett liegen geblieben. Dabei habe ich in mein Diarium geschrieben, außerdem hab ich auf dem Krankenlager alle Informationen bekommen, die überall zusammegetragen wurden. Das war sehr nützlich, das muss ich mir fürs nächste mal merken.

Mein Tag verlief dann noch ganz ruhig, bis ich mich dann beim nächsten Ansturm von verletzten wieder davon gemacht habe. Schließlich brauchten die das Bett nötiger als ich.

Glücklicherweise traf ich den Alchimisten wieder, der nun doch endlich meine Astraltrank hatte, sodass ich fast mein ganzes Geld dafür hergeben musste. Leider bekam ich nur einen Astralpunkt zurück. Das reichte gerade für einen Lichtzauber, den ich dann im Dungeon sprach, nachdem ich von einer Söldnertruppe gefragt wurde, ob ich mit ihnen dort entgegen der Anweisungen der Geweihten einbrechen wollte.

Sie bauten ein Zahnrad nach und gingen dann hinunter, unten hörten wir Kampfeslärm und nach und nach stiegen wir alle hinab. dummerweise lauerten dort unverwundbare, untote Werwolfzombies oder so ähnlich. Jedenfalls trugen sie die Uniformen der Bannstrahler, hatten fiese Wunden und manche trugen Wolfsklauen.
Das war mein Untergang, in dem engen Gang konnte ich nicht kämpfen mit dem langen Stab und nach 3 Schlägen war ich auch schon tot. Ich durfte zwar bis 600 zählen, aber Hilfe war keine zu erwarten, also war dies das Ende meines Charakters.

Es war schon abend, als ich dann zur SL ging um mich für die letzte Zeit einen neuen Charakter zu basteln. Es heißt Hesindion Blutblatt.
Als ich gerade wieder in die Burg kam wurde ich fast freudestrahlend von dem Zirkel begrüßt, bis ich ihnen durch Zeichen zu verstehen gab, das Moebius tot war... Dennoch wurde ich natürlich postwendend aufgenommen.

Den Rest des LARPs wollte ich natürlich positiv verbringen, aber der Plot war ja nun weg, schließlich wusste Hesindion zu wenig. Ich begab mich also auf Jagd und entdeckte sogar einen kleinen Nebenplot mit einer unheimlich hübschen Hauptdarstellerin. Sie heißt Arka Sha und vor allem die leuchtenden Kontaktlinsen waren echt gut.
Nicht das man mich falsch versteht, persönlichkeitsmäßig wäre sie nix für mich und ich habe auch nicht geflirtet. Es ist mehr so wie bei einem Model, das man gerne anguckt. Ich bin absolut treu.

Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu berichten, da das LARP praktisch vorbei war, ich hatte nur noch eine schöne Zeit in der Taverne, bei der ich meine Rolle etwas vernachlässigt habe und schon nach wenigen Bier(was ich sonst gar nicht gern trinke) ziemlich betrunken war.
Es war aber sehr schön, weil ich so gemerkt habe, was für nette Menschen LARPer doch sind.
17.5.06 13:13
 


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